Newsletter (Frühlingsausgabe 2015)

EDITORIAL

Mensch ärgere Dich nicht!

Begriffe wie Lifestyle, Lebensqualität und Ästhetik bestimmen unser tägliches Leben. Unsere körperliche Gesundheit ist eng mit unserem psychischen Befinden verwoben. Diese Erkenntnis führt uns auch in der Zahnmedizin zu Therapieansätzen, die den Patienten als ganzheitliches Individuum betrachten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellte fest, dass das Erreichen des höchstmöglichen Gesundheitsstandards eines der fundamentalsten Rechte aller Menschen darstellt. Gesundheit ist ein Bestimmungsfaktor für die Lebensqualität. Natürlich spielt auch die psychische Grundeinstellung eine große Rolle.

 

Ungezwungen in der Öffentlichkeit auftreten zu können ist eines der höchsten Güter. Zu einem ungezwungenen Auftreten gehören Dinge wie guter Mundgeruch, stabiler und ästhetischer Zahnersatz, feste Zähne, schönes, gesundes Zahnfleisch sowie Schmerzfreiheit. Dies sind die Anforderungen an die moderne Zahnheilkunde.

 

Aufgaben der Zahnmedizin

Durch bestimmte Studien wissen wir, dass beispielsweise eine Parodontitis (Zahnbettentzündung) die Lebensqualität von betroffenen Patienten signifikant einschränkt. Auch reduziert ein Zahnverlust die Lebensqualität. Durch regelmäßige Vorsorge und Prophylaxe kann dieser Faktor positiv beeinflusst werden.

 

Parodontitisbakterien und Entzündungsstoffe können über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen und damit weiteren Schaden anrichten. Eine unbehandelte Parodontitis hat deshalb nicht nur Auswirkungen auf die Mundgesundheit, sondern auch auf den ganzen Körper. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind für Parodontalerkrankungen besonders empfänglich.

 

Eine erfolgreiche Parodontitisbehandlung, funktioneller und ästhetischer Zahnersatz und minimalinvasive Füllungstherapien steigern die Mundgesundheit und verbessern somit nachhaltig die Lebensqualität des Patienten. Beim Verlust von einem oder mehreren Zähnen kommen natürlich auch Implantate ins Spiel, welche wieder einen festen Biss ermöglichen.

 

Psychische Faktoren in der Parodontitistherapie

Das Entstehen und Fortschreiten einer Parodontitis ist nicht allein auf die Anwesenheit und Aggressivität pathogener Mikroorganismen zurückzuführen, sondern wird ebenso von unserem Immunsystem mitbestimmt.

 

Die Erkenntnis, dass psychischer Stress das Immunsystem und damit auch chronische Entzündungen negativ beeinflusst, ist schon länger etabliert. Eine solche Entzündungserkrankung ist auch die chronische Parodontitis. Bei einer Kombination von Stress und weiteren Faktoren (z. B. Rauchen) kann es zudem zu einer wechselseitigen Verstärkung kommen.

 

Wenn man begreift, dass ein Patient mit Parodontitis ein mit Risiken belastetes und von der Umwelt herausgefordertes Individuum darstellt (dies wird besonders bei älteren Menschen deutlich), wird die Bedeutung auch dieses einzelnen Risikofaktors offensichtlich.

 

Schließlich gehört Stress zu den bedingt veränderbaren Risikofaktoren, und „Mensch ärgere dich nicht“ könnte eine – wenn auch für den Patienten oft nur schwerlich realisierbare – Aufforderung zur Gesunderhaltung des Parodonts (Zahnhalteapparates) sein.

 

Die erfolgreiche Parodontalbehandlung umfasst heute die Einflechtung verschiedener internistischer Befunde in das Behandlungskonzept. Erfolgreiche Parodontaltherapie hat durch die Reduktion von Entzündungsparametern günstige Einflüsse auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes- und Rheumatherapie ebenso wie auf die Vermeidung von Frühgeburten.

 

Fakt ist, dass für eine Erfolg versprechende Behandlung die individuellen Risikofaktoren des Patienten systematisch und umfassend erhoben werden müssen. Unabdingbar ist die intensive Mitarbeit des Patienten, die immer wieder individuell zu erarbeiten ist.

 

Dr. Iris Gollmitzer, MSc.

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