Newsletter (Herbstausgabe 2015)
Fortgeschrittene Erosionen im Oberkiefer und Unterkiefer.

ZAHNEROSIONEN

Wenn sich der Zahnschmelz auflöst

Sie schmecken köstlich, sind gut für die Figur und versorgen uns selbst an hektischen Tagen mit einer Menge wertvoller Vitamine: Fruchtsäfte und Smoothies sind für viele zu einem geschätzten Bestandteil ihrer Ernährung geworden. Die Kehrseite der Medaille: Ein Überschuss an säurehaltigen Getränken und Nahrungsmitteln bringt den Mikrokosmos in der Mundhöhle durcheinander und kann zu sogenannten „Zahnerosionen“ führen.

Die äußerste Schicht unseres Zahnes, der Zahnschmelz, dient als Schutzschild gegenüber äußeren Reizen und Schädigungen. Er ist das härteste Material im Körper, aber leider nicht unzerstörbar. Durch häufigen direkten Kontakt mit Säuren geht nach und nach diese Zahnsubstanz verloren. Dies wird in der Zahnmedizin als „Erosion“ bezeichnet.

 

Symptome

Im frühen Stadium bleiben Erosionen zumeist unbemerkt, da sie sich auf die oberste Zahnschicht beschränken und keinerlei Beschwerden verursachen. Wenn schließlich das tiefer liegende Dentin betroffen ist, treten Symptome wie Temperaturempfindlichkeit und Verfärbungen auf. Der Zahn kann dann wie „abgeschmolzen“ wirken (siehe Abb.).

 

Wie kommen Säuren an die Zähne?

  • Zu den inneren (endogenen) Säurequellen gehört die Magensäure, die z. B. bei Sodbrennen oder Erbrechen in die Mundhöhle gelangt. Dementsprechend sind Personen mit Essstörungen, Gastroösophagealem Reflux (saurem Aufstoßen) und Sodbrennen sehr häufig von Zahnerosionen betroffen. Auch bei Kindern kommen refluxbedingte Erosionen vor.

  • Von außerhalb des Körpers werden Säuren in erster Linie über die Ernährung, aber ebenso über manche Medikamente (z. B. Aspirin oder Vitamin-C-Präparate) zugeführt. Zudem sind Angehörige bestimmter Berufe (z. B. Weinverkoster) einer erhöhten Säureaufnahme ausgesetzt.

 

Welche Nahrungsmittel können Erosionen verursachen?

Besonders säurehaltig sind z. B.

  • Zitronen, Limetten, Orangen, Äpfel, Kiwi, Ananas, Grapefruit, …
  • Softdrinks (den höchsten Säuregehalt haben Eistee, Coca Cola usw.), Erfrischungs- und Sportgetränke, Säfte, Früchtetees, Wein, Sekt, …
  • Essig

 

Tipp:

Nehmen Sie säurehaltige Nahrungsmittel in Kombination mit Milchprodukten (z. B. Joghurt, Topfen, Buttermilch) zu sich, die reich an Kalzium und Phosphat sind und so der Säure entgegenwirken.

Therapiemöglichkeiten

Einmal geschädigter Zahnschmelz ist nicht wieder regenerierbar. Eine Zahnrestauration mit Kronen oder Teilkronen ist jedoch nur bei weit fortgeschrittener Erosion notwendig.

 

Zumeist gibt es Maßnahmen, die Sie und wir ergreifen können, um eine Erosion rechtzeitig zu stoppen:

  1. Reduzieren Sie säurehaltige Getränke so gut Sie können. Ohne Säureeinwirkung hört auch die Erosion auf.
  2. Kombinieren Sie saure Lebensmittel mit Milchprodukten (siehe Infobox).
  3. Spülen Sie den Mund nach Verzehr säurehaltiger Lebensmittel mit Wasser (oder einer fluoridhaltigen Zahnspülung).
  4. Benutzen Sie zur täglichen Zahnpflege eine weiche Zahnbürste sowie eine fluoridhaltige Zahncreme mit geringem Abrasionswert (RDA-Wert: ca. 40), und üben Sie beim Putzen keinen allzu festen Druck auf die Zähne aus. Neue Studien haben ergeben, dass es keinen Unterschied macht, zu welchem Zeitpunkt die Zähne nach der Säureeinwirkung geputzt werden.
  5. Eine sehr wirksame Methode, die Widerstandsfähigkeit der Zähne gegen Säuren zu stärken, ist eine regelmäßige Fluorid-Anwendung.
  6. Zusätzlich ist auch eine professionelle Dentinversiegelung mit speziellen lichthärtenden Lacken möglich, die alle sechs Monate erneuert werden muss.

 

Bei Fragen zum Thema Zahnerosionen stehen Ihnen unsere Zahnärzte, Dentalhygienikerinnen und Prophylaxeassistentinnen gerne zur Verfügung.

 

(Artikel: Dr. Iris Gollmitzer, MSc. | Leitung Prophylaxe)

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