Periimplantitis – Prophylaxe und Therapie

Voraussetzungen für einen Langzeiterfolg von Implantaten

Damit eine Implantatversorgung über viele Jahre für einen festen Biss sorgen kann, sind ein paar Aspekte zu beachten.

 

Oftmals kommt es nach einem Zahnverlust zu einem Knochenrückgang an der betroffenen Stelle. Dennoch ist für eine erfolgreiche Implantation eine ausreichende Knochenbreite und -höhe notwendig. Im Institut Dr. Huemer wenden wir schon bei der Zahnentfernung spezielle Techniken an, um diesem Knochenrückgang nach Zahnverlust vorzubeugen. Falls durch vorausgegangenen Zahnverlust die Voraussetzung von einem ausreichenden Knochenangebot nicht gegeben ist, können mithilfe von modernen Techniken Knochen und Zahnfleisch aufgebaut werden, um genügend Platz für Implantate zu schaffen.

 

Für eine weitere erfolgreiche Verankerung und Einheilung des Implantats ist ein stabiles und gesundes (entzündungsfreies) Zahnfleisch erforderlich. Eine eventuell bestehende Zahnfleischentzündung oder Parodontitis muss vorher therapiert werden, denn kein Implantat darf in ein entzündetes Gebiet gesetzt werden.

 

Wie kann eine Periimplantitis, ein Abbau des Knochens um das Implantat, verhindert werden?

Wenn sich an einem Implantat eine Entzündung bildet, spricht man von einer Periimplantitis. Primär ist eine genaue Diagnose und Planung im Vorfeld notwendig, um mit einer Implantatversorgung langfristig erfolgreich zu sein. Das Implantat muss von Anfang an rundum gut im Knochen verankert sein. Es darf kein Teil des Implantates frei, nicht mit Knochen bedeckt, sein. Zusätzlich ist eine regelmäßige professionelle Implantatreinigung mit speziellen Handinstrumenten und modernen Airflow-Geräten zwingend nötig, um Schmutznischen perfekt zu säubern.

 

 

Bei einer Periimplantitis kommt es zu einem zunehmenden Abbau des Knochens um das Implantat.

Was kann ich selber tun, um eine Entzündung um Implantate zu vermeiden?

Rauchen reduziert die Prognose der Implantatversorgung ganz enorm, und Mängel bei der Implantatpflege tun ihr übriges. Durch eine passende Munddusche, die mit ihren Aufsätzen auf Implantate abgestimmt ist und desinfizierendem Zusatz, kann die Implantatversorgung optimal gereinigt werden. Zusätzlich wird eine individuelle Pflege mit den richtigen Mundhygieneartikeln auf die jeweilige Situation angepasst.


Kann man eine Entzündung um Implantate behandeln?

Liegt nur eine oberflächliche Schleimhautentzündung vor, wird lediglich die Implantatoberfläche mechanisch von einem etwaigen Bakterienfilm befreit. Bei der Diagnose einer Periimplantitis (=Entzündung mit Knochenabbau um ein Implantat) muss chirurgisch eingegriffen werden. Zuerst wird das Entzündungsgewebe entfernt. Im Anschluss wird das Implantat gereinigt, und gegebenenfalls freiliegende Schraubenwindungen, die zu einer Bakteriennische werden, werden geglättet. Falls die Knochensituation es erlaubt, wird zusätzlich mithilfe von Knochenersatzmaterialien der Knochen um die Implantate wieder aufgebaut.

 

 

Glättung der Implantatoberflächen mit kombiniertem Knochenaufbau
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